Der Tiroler Lech, die letzte weitgehend naturnahe Wildflusslandschaft der Nordalpen, bietet nicht nur eine atemberaubende Naturkulisse, sondern ist auch ein herausragendes Forschungsobjekt. Seine weitgehend naturnahen Strukturen und die Erfolge der Renaturierungsmaßnahmen schaffen ideale Voraussetzungen für die Erforschung von Flussdynamik, Artenvielfalt und den Folgen menschlicher Eingriffe sowie des Klimawandels. Als bedeutender Verbindungskorridor zwischen den Alpen und dem Schwäbischen Jura beherbergt der Lech eine einzigartige Artenvielfalt, die erforscht und langfristig geschützt werden muss. Gleichzeitig stellen die historischen Eingriffe und aktuellen Renaturierungen des Flusses eine geeignete Grundlage dar, um den Lech als Modell für die Erhaltung und Wiederherstellung von Wildflusslandschaften in Europa zu etablieren.
(c) Eva Hochmuth
In diesem Kontext fand der Lech2050+ Workshop statt, der von dem Verein Lechforschung2050+ organisiert wurde. Während des zweitägigen Programms, das Fachvorträge, Exkursionen und interaktive Diskussionsrunden umfasste, arbeiteten ExpertInnen aus verschiedenen Disziplinen daran, zentrale Forschungsfragen zu definieren. Diese Fragen sollen die Grundlage zukünftiger Forschungsprojekte bilden, die darauf abzielen, die Biodiversität und Flussdynamik am Tiroler Lech nachhaltig zu fördern.
Der Verein Lechforschung2050+ wird die fachübergreifend erarbeiteten Forschungsfragen aktiv im Rahmen seiner Tätigkeiten weiterverfolgen. Durch die Umsetzung von Forschungsprojekten, Kooperationen und Veranstaltungen soll ein Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen geleistet werden.
(c) Eva Hochmuth und Lisa Reggentin