Arche Noah Tiroler Lech - Kreuzkröte und Steinkrebs


(c) Andreas Meyer, CC BY 4.0

Laufzeit: 2025-2030

Im Rahmen einer sogenannten „Arche Noah: Tiroler Lech“ verfolgt die Lechforschung2050+ eine umfassende Kombination von Artenschutzmaßnahmen und der wissenschaftlichen Erforschung des Vorkommens sowie der Wiederansiedlung der gefährdeten Arten Kreuzkröte (Epidalea calamita) und Steinkrebses (Austropotamobius torrentium). Dabei werden sowohl praktische Schutzmaßnahmen zur Stabilisierung bestehender Populationen als auch wissenschaftliche Ansätze zur Erhebung zur Aufzucht und zur Lebensraumnutzung und -erhaltung der Arten umgesetzt.
Die Schutzmaßnahmen umfassen gezielte Rettungsaktionen von aussichtslosem Kreuzkröten-Laich und Hilfsmaßnahmen durch Besatz von zugekauften Krebstieren, welcher dann unter optimalen Bedingungen entwickelt, aufgezogen und fortlaufend untersucht werden. Für die Wiederansiedlung werden geeignete Lebensräume identifiziert und vorbereitet, um die Rückkehr der Arten in wiederhergestellte Lebensräume zu ermöglichen, aus denen sie zuvor wegen dem Verlust des Lebensraumes verdrängt oder stark dezimiert wurden. Viele potentiell geeignete Habitate wurden in den Life-Projekten am Lech wiederhergestellt und warten auf eine Besiedelung.

Parallel dazu wird das Vorkommen und Überleben der betroffenen Arten dokumentiert. Diese Forschung liefert Erkenntnisse zu den ökologischen Anforderungen der Arten während der Aufzucht und nach der Freilassung, aber auch zur Qualität der Lebensräume. Ein wesentlicher Aspekt des Forschungsvorhabens ist auch die Überprüfung von Krankheitserregern in den angelegten Teichen, als auch im aufgezogenen Laich. Hierzu werden vorab eDNA-Analysen durchgeführt, um kontaminierte Gewässer zu vermeiden und kontaminierten Eintrag zu verhindern. Eine sorgfältige Risikomanagementstrategie ist essenziell, um Risiken wie die Einschleppung der sogenannten Krebs- oder Amphibienpest von Krankheitserregern zu minimieren. 


Langfristig soll durch dieses Projekt ein tragfähiger Schutzansatz entwickelt werden, der nicht nur die unmittelbar betroffenen Arten stärkt und schützt, sondern auch die biologischen Grundlagen für eine nachhaltige Erhaltung dieser alpinen Gewässerökosysteme stärkt.

Obermarkt 8, 6600 Reutte 

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