WIEDERANSIEDLUNG DEUTSCHE TAMARISKE


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Seit mehreren Jahrzehnten wird der Zustand und die Entwicklung der Deutschen Tamariske (Myricaria germanica) am Lech dokumentiert. Allerdings hat sich die Bestandssituation in den letzten Jahren sichtlich verschlechtert. Vor allem am unteren Lech (Flussabschnitt zwischen dem Schotterwerk Beirer und dem Lechfall) ist ein starker Rückgang zu beobachten. Die Wuchs- und Entwicklungsbedingungen haben sich über die Jahre hinweg verschlechtert, weshalb eine selbständige Verjüngung derzeit kaum möglich ist (Kollnig, 2021 und 2022). Um der Zustands-Verschlechterung des Flusssystems unterhalb des Schotterwerkes entgegenzuwirken, wurden im Zuge des „LIFE II-Projektes“ Querbuhnen und ein Sporn zur Lenkung des Lechs in Richtung linkes Ufer errichtet. Inwieweit die Wasserableitung in Folge der Kraftwerksnutzung oder Schotterentnahmen zum Rückgang beitragen, kann aktuell nicht genau beurteilt werden.

Im Rahmen eines Wiederansiedlung-Projektes - finanziell gefördert durch die Anton Beirer Hartsteinwerke GmBH- & Co - erfolgen nun innerhalb von drei Jahren (2024-2026) Maßnahmen und Untersuchungen sowohl im Bereich Unterpinswang vom Schotterwerk Beirer bis zur Staatsgrenze als auch an einer „naturnahen“ Kontrollstrecke. Diese werden vom Ökologischen Büro Reutte unter Federführung von Mag. Christina Kollnig durchgeführt. Neben der Einbringung einiger Stecklinge soll die Wiederansiedelung vor allem mittels vorkultivierten 2-jährigen Jungpflanzen erfolgen. Als Antragsteller fungiert der Verein Lechforschung2050+, der auch die wissenschaftliche Begleitung vornimmt.

 



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